Mit Einführung der BEG soll der Zugang zu Fördermitteln übersichtlicher und einfacher werden. Attraktiv ist es allemal, denn mehr finanzielle Förderung für die energetische Sanierung hat es noch nie gegeben!

Es entstehen drei neue Programme:

  • Wohngebäude (BEG-WG)
  • Nichwohngebäude (BEG-NWG)
  • Einzelmaßnahmen (BEG-EM)

Jedes dieser Programme gibt es zukünftig als Kredit- und Zuschussvariante. Kredite werden nach Abschluss der Einführung BEG bei der KfW beantragt, Zuschüsse bei der BAFA.

Gefördert werden sowohl Komplettsanierungen also auch einzelne Sanierungsmaßnahmen. Des Weiteren werden Energieberatungen und Baubegleitungen durch einen Energieberater unterstützt. Denn bei allen Förderprogrammen der BEG ist die Beauftragung eines Energieberaters Pflicht.

Wichtig: Eine Energieberatung wird mit 80 Prozent und maximal 1.300 Euro (Einfamilienhaus) gefördert (Zuschuss der "Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW)").

Zuschüsse für einzelne Dämmmaßnahmen (BEG-EM, BAFA)

Sie möchten Ihre Fassade dämmen und finanzieren die Sanierung aus eigenen Mitteln? Dann können Sie bei der BAFA einen Zuschuss für diese einzelne Sanierungsmaßnahme beantragen. Die Kosten der Sanierung müssen mindestens 2.000 Euro betragen.

Der Zuschuss beträgt 20 Prozent der förderfähigen Kosten (Investitionssumme). Zu den förderfähigen Kosten zählen auch „Umfeldmaßnahmen“, wie z. B. die Kosten der Baustelleneinrichtung oder die Errichtung eines Baugerüsts.

Insgesamt sind die Kosten auf 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt. Der maximale Zuschuss beträgt also 12.000 Euro.

Ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 Prozent wird gewährt, wenn die Dämmung als Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten war. Somit wächst die Förderung auf ein Viertel der Kosten bei Einzelmaßnahmen.

Die Erstellung des Sanierungsfahrplans selbst wird mit 80 Prozent und maximal 1.300 Euro (Einfamilienhaus) gefördert (Zuschuss der "Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW)").

Zusätzlich werden Kosten des Energieberaters für Fachplanung und Baubegleitung mit bis zu 50 Prozent (max. 5.000 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern) staatlich gefördert. Diese Förderung kann im gleichen BAFA-Antrag beantragt werden.

Zuschüsse für Komplettsanierungen (BEG-WG, KfW Programm 461)

Erfolgt die Dämmung des Dachs oder der Fassade im Rahmen einer Komplettsanierung, kann ein Zuschuss für die Sanierung zum Effizienzhaus beantragt werden. Abhängig vom erreichten Effizienzhaus-Standard erhalten Sie  die folgenden Zuschüsse:

  • KfW-Effizienzhaus 40: 45 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 54.000 Euro für jede Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 55: 40 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 48.000 Euro für jede Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 70: 35 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 42.000 Euro für jede Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 85: 30 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 36.000 Euro für jede Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus 100: 27,5 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 33.000 Euro für jede Wohneinheit
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal: 25 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 30.000 Euro für jede Wohneinheit
  • Baubegleitung: 50 % von maximal 10.000 Euro förderfähigen Kosten, bis zu 5.000 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser

Förderkredite für Dämmmaßnahmen: Kredit BEG-WG & BEG-EM (KfW-Programme 261 & 262, früher 152)

Die Darlehenssumme beträgt für Komplettsanierungen: maximal 120.000 € bzw. 150.000 € (Erneuerbare-Energien-Klasse), bei Einzelmaßnahmen liegt der Höchstbetrag bei maximal 60.000 €.

Außerdem gewährt die KfW Tilgungszuschüsse. Bei Einzelmaßnahmen in Höhe von 20 % der Darlehenssumme, also bis zu 12.000 Euro für jede Wohneinheit.

Weitere Infos finden Sie auf der Seite der KfW.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Es handelt sich um selbstgenutzte oder vermietete Wohngebäude oder um Eigentumswohnungen.
  • Der Bauantrag bzw. Bauanzeige des Gebäudes liegt zum Zeitpunkt des Förderantrags mindestens 5 Jahre zurück.
  • Für Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, gelten eigene Effizienz-Standards.
  • Mit den Sanierungsarbeiten darf erst nach Beantragung begonnen werden. Als Beginn zählt bereits der Vertragsabschluss mit einem Fachbetrieb.
  • Ein qualifizierter Energieberater wird vor Beginn der Wärmedämmmaßnahme beauftragt. Dieser muss noch vor Antragstellung eine technische Projektbeschreibung (TPB) für die BAFA-Förderung bzw. eine Bestätigung zum Antrag (BzA) für die Förderungen der KfW ausstellen.
  • Wird die energetische Sanierung auf Grundlage eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) durchgeführt, erhöht sich der Investitions- bzw. Tilgungszuschuss zum Kredit zusätzlich um 5 %.
  • Werden nach einer Komplettsanierung mindestens 55 % des Energiebedarfs fürs Heizen und Kühlen durch erneuerbare Energien abgedeckt, erhöht sich der Investitions- bzw. Tilgungszuschuss zum Kredit um 5 % (Erneuerbare-Energien-Klasse).
  • Die technischen Mindestanforderungen werden eingehalten:
Bauteil U-Wert Anforderung in W/(m²∙K)
 
Dämmstoffdicke Produkt
Schrägdächer 0,14

ca. 140 mm + 140 mm

KlemmrockZwischensparrendämmung mit Masterrock
Aufsparrendämmung
ca. 240 mm +
40-60 mm

KlemmrockZwischensparrendämmung
mit Formrock 035 
Untersparrendämmung

Flachdächer 0,14 ca. 280 mm Georock 040 MV(Gefälledach) mit
Hardrock 040(Grunddämmung)
Außenwände 0,20 ca. 160 mm

Coverrock IIWärmedämmverbundsystem (WDVS)

ca. 200 mm Fixrock 035
Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)
ca. 200 mm Flexirock 035
Holzrahmenbau
Kerndämmung im zweischaligen Mauerwerk Wärmeleitfähigkeit λ <= 0,035 W/(m∙K) Dämmstoffdicke entspricht der Dicke des Hohlraums Fillrock KD Plus
Einblasdämmung
Oberste Geschossdecke zu nicht ausgebauten Dachräumen 0,14 ca. 240 mm Tegarock L oder Tegarock
Kellerdecken, Decken zu unbeheizten Räumen 0,25 ca. 120  mm

Planarock Top
oder Planrock Paint

WICHTIG: Eine BEG / KfW-Förderung lässt sich nicht mit einer steuerlichen Förderung kombinieren!

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