BEG / KfW-Förderung für Wärmedämmung

Seit dem 01.01.2021 ist die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) in Kraft. Sie gestaltet die Förderlandschaft in Deutschland neu und fasst die existierenden Förderangebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamtes für Ausfuhrkontrolle (BAFA) zusammen.

Mit Einführung der BEG soll der Zugang zu Fördermitteln übersichtlicher und einfacher werden. Attraktiv ist es allemal, denn mehr finanzielle Förderung für die energetische Sanierung hat es noch nie gegeben!

Es entstehen drei neue Programme:

  • Wohngebäude
  • Nichwohngebäude
  • Einzelmaßnahmen

Jedes dieser Programme gibt es zukünftig als Kredit- und Zuschussvariante. Kredite werden nach Abschluss der Einführung BEG bei der KfW beantragt, Zuschüsse bei der BAFA.

Gefördert werden sowohl Komplettsanierungen also auch einzelne Sanierungsmaßnahmen. Des Weiteren werden Energieberatungen und Baubegleitungen durch einen Energieberater unterstützt. Denn bei allen Förderprogrammen der BEG ist die Beauftragung eines Energieberaters Pflicht.

Wichtig: Eine Energieberatung wird mit 80 Prozent und maximal 1.300 Euro (Einfamilienhaus) gefördert (Zuschuss der "Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW)").

Zuschüsse für einzelne Dämmmaßnahmen (BEG-EM)

Sie möchten Ihre Fassade dämmen und finanzieren die Sanierung aus eigenen Mitteln? Dann können Sie bei der BAFA einen Zuschuss für diese einzelne Sanierungsmaßnahme beantragen. Die Kosten der Sanierung müssen mindestens 2.000 Euro betragen.

Der Zuschuss beträgt 20 Prozent der förderfähigen Kosten (Investitionssumme). Zu den förderfähigen Kosten zählen auch „Umfeldmaßnahmen“, wie z. B. die Kosten der Baustelleneinrichtung oder die Errichtung eines Baugerüsts.

Insgesamt sind die Kosten auf 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt. Der maximale Zuschuss beträgt also 12.000 Euro.

Ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 Prozent wird gewährt, wenn die Dämmung als Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten war. Somit wächst die Förderung auf ein Viertel der Kosten bei Einzelmaßnahmen.

Die Erstellung des Sanierungsfahrplans selbst wird mit 80 Prozent und maximal 1.300 Euro (Einfamilienhaus) gefördert (Zuschuss der "Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW)"). Zusätzlich werden Kosten des Energieberaters für Fachplanung und Baubegleitung mit bis zu 50 Prozent (max. 5.000 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern) staatlich gefördert.

Zuschüsse für Komplettsanierungen 

Erfolgt die Dämmung des Dachs oder der Fassade im Rahmen einer Komplettsanierung, kann ein Zuschuss für die Sanierung zum Effizienzhaus beantragt werden. Abhängig vom erreichten Effizienzhaus-Standard erhalten Sie maximal 48.000 Euro Zuschuss.

Förderkredite für Dämmmaßnahmen

Die maximale Höhe des Kredits beträgt 50.000 Euro - jeweils pro Wohneinheit. Dabei profitieren Sie von niedrigen Zinsen (0,75 %) und einer langen Zinsbindung (10 Jahre). Außerdem gewährt die KfW Tilgungszuschüsse in Höhe von 20 % der Darlehenssumme, also bis zu 10.000 Euro für jede Wohneinheit.

Beim Investitionszuschuss sind 20 % der förderfähigen Kosten, bis zu 10.000 Euro für jede Wohneinheit erhältlich.

Energieeffizient Sanieren Kredit (152)
Maßnahme Tilgungszuschuss in % Tilgungszuschuss in Euro pro Wohneinheit
Einzelmaßnahme 20 % von max. 50.000 Euro Darlehnssumme Bis zu 10.000 Euro
     
Energieeffizient Sanieren Investitionszuschuss (430)
Einzelmaßnahme 20 % der förderfähigen Kosten von max. 50.000 Euro Bis zu 10.000 Euro

Wichtig: Ab dem 1. Juli 2021 ändert sich die Förderung der KfW. Die bisherigen Förderprodukte 152, 430, etc. werden dann ersetzt. Weitere Infos finden Sie auf der Seite der KfW.

 

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Es handelt sich um selbstgenutzte oder vermietete Wohngebäude oder um Eigentumswohnungen.
  • Ein qualifizierter Energieberater wird vor Beginn der Wärmedämmmaßnahme beauftragt.
  • Die technischen Mindestanforderungen werden eingehalten:

Technische Mindestanforderungen

Bauteil U-Wert Anforderung in W/(m²∙K)
 
Dämmstoffdicke Produkt
Schrägdächer 0,14

ca. 140 mm + 140 mm

Klemmrock Zwischensparrendämmung mit Masterrock
Aufsparrendämmung
ca. 240 mm +
40-60 mm

Klemmrock Zwischensparrendämmung
mit Formrock 035 
Untersparrendämmung

Flachdächer 0,14 ca. 280 mm Georock 040 MV (Gefälledach) mit
Hardrock 040 (Grunddämmung)
Außenwände 0,20 ca. 160 mm

Coverrock II Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

ca. 200 mm Fixrock 035
Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)
ca. 200 mm Flexirock 035
Holzrahmenbau
Kerndämmung im zweischaligen Mauerwerk Wärmeleitfähigkeit λ <= 0,035 W/(m∙K) Dämmstoffdicke entspricht der Dicke des Hohlraums Fillrock KD Plus
Einblasdämmung
Oberste Geschossdecke zu nicht ausgebauten Dachräumen 0,14 ca. 240 mm Tegarock L oder Tegarock
Kellerdecken, Decken zu unbeheizten Räumen 0,25 ca. 120  mm

Planarock Top
oder Planrock Paint

  • Die Dämmung wurde von einem Fachunternehmen durchgeführt, das anschließend eine Fachunternehmererklärung ausstellt, in der die Einhaltung der oben genannten Voraussetzungen bestätigt wird.

  • Dem Eigentümer liegt eine bereits beglichene Rechnung in deutscher Sprache für die Sanierungsmaßnahme vor, die auch die Adresse des Gebäudes enthält.
WICHTIG: Eine KfW-Förderung lässt sich nicht mit einer steuerlichen Förderung kombinieren!

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