Charakterstück in Stein: Schieferkunst

Michael Weiß steht auf einem roten Hausdach, im Giebel zu seinen Füßen sieht man die von ihm aus Schiefer gefertigte Skyline von Plankstadt.

Herr Weiß, wie sind Sie zur Schieferkunst gekommen?

Michael Weiß: Ich fand Schiefer schon immer faszinierend, weil ich ihn nie nur als Baustoff, sondern als Gestaltungsmaterial gesehen habe. 2013 habe ich angefangen, damit auf kreative Art zu experimentieren. 2015 hatte ich die Möglichkeit, in einen Dachdeckerbetrieb zu wechseln, der mir diesbezüglich mehr Freiheiten gab und habe nach und nach zahlreiche Schieferornamentkurse besucht.

Bild: © Michael Weiß

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2020 kamen neben den Ornamenten im Baustellenalltag die ersten selbstständigen Arbeiten dazu. Seitdem beauftragen mich in der Regel andere Dachdeckerbetriebe, um auf ihrer Baustelle einen gewünschten Akzent zu setzen. Es kommen aber immer wieder auch Privatpersonen auf mich zu.

Bild: © Michael Weiß

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Wo entstehen Ihre Kunstwerke?

Michael Weiß: Wenn die Motive in die Schieferdeckung der Fassade eingearbeitet werden sollen, entstehen sie in der Regel direkt vor Ort. Bestimmte Details bereite ich allerdings in meiner Werkstatt vor, um Zeit auf der Baustelle zu sparen. Motive mit eigenem Rahmen fertige ich vollständig in der Werkstatt und hänge sie anschließend auf.

Bild: © Michael Weiß

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Warum sollte Schieferkunst schon in der Planungsphase mitgedacht werden?

Michael Weiß: Meine Schieferkunst erzählt Geschichten. Sie kann die Geschichte eines Unternehmens, eines Hauses oder der Menschen, die darin leben, sichtbar machen. Damit das gelingt, sollte sie nicht erst am Ende eines Projektes integriert werden, sondern von Beginn an Teil des gestalterischen Konzepts sein.

Bild: © Michael Weiß

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