Was auf den ersten Blick wie ein harmonisches Ensemble wirkt, setzt sich bei genauerer Betrachtung aus zahlreichen individuell angefertigten Elementen zusammen. Rund 100.000 Quadratmeter Fassadenfläche und etwa 20.000 Elemente mussten in einem klar codierten Modulsystem organisiert werden, mit unterschiedlichen Modultiefen, Verglasungsanteilen und Pixelstrukturen je nach Nutzung und Orientierung. Diese Präzision basiert auf einer konsequent digitalen und modularen Planung. Mehr als 90 digitale Modelle, darunter 38 Hauptgeometriemodelle, gliederten das Projekt nach Bauteilen, Geschossen, Funktionen und Ausbaustufen. Da das innerstädtische Baufeld keine Zwischenlagerung ermöglichte, mussten sämtliche Baumaterialien just in time angeliefert werden. Die vorgefertigten Fassadenelemente wurden beispielsweise meist nachts zwischen Mitternacht und sechs Uhr angeliefert und am Folgetag sofort verbaut. Ein logistischer Kraftakt, der zeitweise elf Hochkräne gleichzeitig im Baubetrieb zum Einsatz rief.