Gladbeck / Köln – Durch die fortschreitende Urbanisierung und die steigende Relevanz regenerativer Energieerzeugung erhalten Flachdächer einen ganz neuen Stellenwert. Immer öfter werden sie beispielsweise begrünt, um als Ausgleichsfläche das Regenwassermanagement zu unterstützen. Auch werden sie als Terrassen genutzt und zunehmend zum Aufstellen von PV-Anlagen, Wärmepumpen oder Klima- und Belüftungsanlagen. Damit einher gehen steigende Anforderungen an die Dachkonstruktion und die Dämmung. Die DEUTSCHE ROCKWOOL hält Dämmlösungen für Flachdächer und Dachbereiche mit unterschiedlichsten Beanspruchungen bereit.
Auf mäßig beanspruchten Stahlleichtdächern hat sich vielfach die Kombination des „Georock“ Gefälledachs mit „Hardrock“ Dämmplatten als Ober- und Unterlage bewährt. Die „Hardrock“ ist eine druckbelastbare, wärmedämmende Steinwolle-Dachdämmplatte, die dank ihrer Zweischichtcharakteristik über eine Punktlast von ≥ 1000 N verfügt.
Auf Betondecken entsteht eine Dämmung für mäßige Beanspruchung mit dem Gefälledach „Georock“ und der „Bondrock MV“ oder der „Bitrock“. Die „Bondrock MV“ ist eine hoch verdichtete, druckbelastbare Steinwolle-Dachdämmplatte mit Mineralvlieskaschierung für die direkte Heiß- und Kaltverklebung der Dachabdichtung. Die „Bitrock“ ist eine Steinwolle-Dachdämmplatte mit planebener, geschliffener und hoch verdichteter Oberfläche für das direkte Aufschweißen von freigegebenen Bitumenbahnen. Beide verfügen über eine Punktlast von ≥ 800 N.
Flache Nutzdächer mit „Puffer“ dämmen
Eine besonders sichere Wahl für Flachdächer mit perspektivisch steigender Nutzung und Belastung ist die „Solarrock“. Sie wird als oberste Dämmlage eingesetzt und kann mit dem „Georock“ Gefälledachsystem und einer beliebigen Grunddämmung von ROCKWOOL kombiniert werden. Ob PV-Anlage, Solarthermie oder Terrassenbelag – „Solarrock“ trägt auch punkt- und linienförmige Lasten zuverlässig ab. Mit ihr entsteht auf jedem Flachdach ein „Puffer“ für die Lastabtragung zukünftiger Aufbauten. Lieferbar sind die seit Dezember 2025 durch FM Approvals zertifizierten Dämmplatten in einer Dicke von 60, 80 und 100 mm. Sie verfügen über eine Druckspannung ≥ 80 kPa und eine Zugfestigkeit (Abreißfestigkeit) ≥ 15 kPa sowie eine Punktlast von ≥ 1800 N. Die maximal zulässige Flächenpressung von „Solarrock“ durch Dauerlasten wird mit 600 kg/m² angegeben.
Baulicher Brandschutz
Die Entscheidung für eine Dämmung aus Steinwolle für das Nutzdach treffen viele Planer und Dachdecker vor allem mit Blick auf den vorbeugenden Brandschutz. Eine PV-Anlage ist nicht als Bauprodukt eingestuft, sie gilt als technische Einrichtung. Deswegen gelten die Anforderungen der Bauordnung und Sonderbaurichtlinien an die Brennbarkeit von Bauprodukten für ein Nutzdach mit PV-Anlage formell nicht. Da eine PV-Anlage aber zweifelsfrei ein Bestandteil des Gebäudes ist, müssen die Anforderungen an den baulichen Brandschutz berücksichtigt werden.
Beim so genannten „Brandangriff von außen“ sind die wesentlichen Schutzziele zum einen das Verhindern der Brandweiterleitung in den Innenraum und zum anderen das Begrenzen der Brandausbreitung über die Dachfläche. Von einer PV-Anlage kann z. B. bei fehlerhafter Installation ein Funkenflug ausgehen. Unter anderem diese Tatsache hat Sachversicherer dazu veranlasst, eigene Brandschutzempfehlungen für ihre Kunden zu formulieren und z. B. Steinwolle für die Dämmung des Daches zu empfehlen.
Schneelasten neu bewerten
Zu berücksichtigen ist bei der Auswahl der Dämmstoffe auch die für eine Region ausgewiesene Schneelast. Bei Flachdächern mit PV-Anlagen wird die Schneelast nicht mehr unmittelbar (flächig) über den Dachaufbau abgetragen, sondern bleibt auf den PV-Modulen liegen und wird dann konzentriert (z. B. über die Schienensysteme der Anlage) in den Dachaufbau abgeleitet. Beispielrechnungen zu den Lasten einer Solaranlage mit und ohne Schneelast enthält die Broschüre „Flachdächer mit PV-Anlagen“ der DEUTSCHEN ROCKWOOL. Sie steht zum Download auf der Website des Herstellers bereit: www.rockwool.de/broschuere-flachdach-pv
Das umfangreichste Kompendium zu nichtbrennbaren Steinwolle-Dämmungen auf Flachdächern ist die Broschüre „Dämmung von Flachdächern“, die ebenfalls als Download verfügbar ist: www.rockwool.de/broschuere-flachdach
Kompakte Informationen und objektspezifische Beratung
Hilfestellung bei der Auswahl eines Dämmstoffs für objektspezifische Anforderungen bietet der Technische Service der DEUTSCHEN ROCKWOOL. Das ROCKWOOL Forum vermittelt fundiertes Fachwissen zu Fragen der Flachdachdämmung und -nutzung. Erstmalig am 11. März 2026 steht das neue Online-Seminar mit dem Titel „PV kompakt“ auf dem Programm. Dieses befasst sich mit der Frage, wie PV-Anlagen sinnvoll und fachgerecht in die Gebäudehülle zu integrieren sind. Die etablierte Online-Weiterbildung „Vom Schutzdach zum Nutzdach“ thematisiert Anforderungen speziell an Flachdächer unter PV-Anlagen. Für Planer aufgelegt wurde das Online-Seminar „Flachdach Kompakt“. Hier werden aktuelle Kenntnisse im Bereich Normung, Regelwerke und Technik vermittelt. Anmeldungen zu allen Veranstaltungen des ROCKWOOL Forum können online erfolgen: www.rockwool.de/kontakt-rockwool-forum
Zur Auswahl passender Seminare berät ROCKWOOL auch telefonisch.