
Mehr Tempo, steigende Brandschutzanforderungen und zu wenige Fachkräfte: Der Bedarf an zuverlässigen, zeitsparenden Lösungen ist in der Baubranche so hoch wie nie zuvor. Genau hier setzt die serielle Vorfertigung an. Eine Kooperation zwischen TECE und ROCKWOOL eröffnet dabei neue Möglichkeiten: Vorgefertigte TGA-Installationswände mit integrierter ROCKWOOL Steinwolle-Dämmung verkürzen Montagezeiten, vereinfachen Abläufe auf der Baustelle und erfüllen zugleich anspruchsvolle Brandschutzanforderungen. Für Planer, Architekten und das Handwerk entsteht so spürbarer Mehrwert.
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Was Vorfertigung auf der Baustelle leisten kann, ist kein gefühlter Unterschied, sondern lässt sich konkret beziffern: Im Durchschnitt erfordert die konventionelle Montage einer TGA-Installationswand rund 20 Arbeitsstunden pro Einheit. Mit vorgefertigten Wänden sinkt dieser Aufwand auf nur etwa vier Stunden. Dazu kommt eine deutliche Entlastung bei Aufmaß und Dokumentation. Bei Projekten mit hoher Wiederholungsrate, etwa bei 100 identischen Bädern im Wohnungs- und Hotelbau, potenziert sich dieser Effekt. Aber auch bei Sanierungen im bewohnten Bestand spielt das System seine Stärken aus, indem es vorübergehende Einschränkungen für Mieter minimiert.
Das Prinzip dahinter ist so einfach wie effektiv: Statt zahlreicher Einzelteile, die auf der Baustelle koordiniert, gelagert und verbaut werden müssen, liefert das System maßgefertigte, vormontierte Baugruppen. Die ROCKWOOL Dämm- und Brandschutzlösungen sind bereits integriert. Ergänzende Produkte, wie z. B. Brandschutzmanschetten, werden mitgeliefert.
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Der Montageablauf reduziert sich auf wenige klar definierte Schritte:
Zuerst wird die vorgefertigte Installationswand am vorgesehenen Platz aufgestellt, exakt ausgerichtet und fixiert. Im Anschluss folgen das Anschließen der Leitungen und die Druckprobe, mit der die Dichtheit und Funktionsfähigkeit des Systems geprüft wird. Abschließend wird die Wand beplankt, sodass die Installation sauber geschlossen für den weiteren Ausbau vorbereitet ist.
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Allein der Wegfall des umfangreichen Materialtransports im Etagenbau spart enorm Aufwand. Zudem ist benötigtes Werkzeug vorab bekannt: Improvisation entfällt weitgehend. Für ausführende Betriebe bedeutet industrielle Vorfertigung weniger Bestellaufwand, weniger Lagerhaltung, weniger Koordination zwischen Gewerken und ein geringeres Fehlerrisiko durch die einfache Montage und ein geprüftes System. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel ist diese Entlastung Gold wert.
Um das volle Leistungsvermögen der seriellen Vorfertigung auszuschöpfen, sollte die Entscheidung dafür früh fallen: idealerweise bereits in der Leistungsphase zwei. Wer das System erst in späteren Planungsphasen berücksichtigt, verschenkt Potenzial und erschwert die Integration. Raumgestaltung, Ausführungsdetails und Bauablauf können frühzeitig am besten optimiert werden. Die vorgefertigten Installationswände stehen in verschiedenen Typen zur Verfügung, was eine projektspezifische Anpassung ermöglicht. Die ideale Konfiguration sollte im Zusammenspiel der Gewerke ermittelt werden. ROCKWOOL und TECE unterstützen bei Bedarf bei der Projektplanung, Bewertung und Lösungsfindung.
Brandschutz ist bei der TGA-Planung eine anspruchsvolle Anforderung, weil spätere Nachbesserungen teuer, aufwendig und im laufenden Betrieb nur schwer zu integrieren sind. Doch nicht nur im Neubau, auch im Bestand hat Brandschutz eine hohe Priorität, denn Bestandsschutz entbindet nicht automatisch von brandschutzrechtlichen Anforderungen. Deshalb gehört die Anpassung an diese Vorgaben oft zu den wesentlichen Auslösern für eine Sanierung. Ausführende Betriebe tragen hier eine hohe Verantwortung. Sie müssen sicherstellen, dass Normen und Zulassungen eingehalten werden.
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Der Vorteil einer geprüften Systemlösung liegt auf der Hand: Die normkonforme Umsetzung ist bereits im System hinterlegt und nicht von der Sorgfalt der Montage auf der Baustelle abhängig – wie bei den seriellen Lösungen von TECE und ROCKWOOL. Für die vorgefertigten Wände ist Steinwolle-Dämmung ideal, da sie zur Baustoffklasse A gehört und damit nicht brennbar ist. Sie ist seit Jahrzehnten als verlässliches Material im baulichen Brandschutz etabliert und für entsprechende Installationskonstruktionen geprüft.
In der Praxis zeigt sich, wie viel Effizienz die Kooperation zwischen TECE und ROCKWOOL auf die Baustelle bringt – wie beim Germania Campus im westfälischen Münster. Wo 85 Jahre lang Germaniabier gebraut wurde, ist heute ein Lifestyle-Quartier entstanden. Am Campus haben die Verantwortlichen die industrielle Vergangenheit des Geländes bewusst mit zeitgemäßer Wohnarchitektur verknüpft. Auf dem letzten freien Baufeld wurden 122 möblierte Mikroapartments realisiert, verteilt auf vier Gebäude mit drei bis fünf Stockwerken. Die einheitlichen Grundrisse, die auch bei den Bädern vorlagen, schufen optimale Voraussetzungen für den Einsatz industriell vorgefertigter Installationswände von TECE und ROCKWOOL.
Planungsbüro, ausführende Handwerksfirma und Systemanbieter haben die Vorfertigung von Beginn an gemeinsam erarbeitet. "Der Aufwand ist sicherlich ein höherer zu einer frühen Phase im Projekt, spart aber am Ende auf der Baustelle deutlich Zeit und Kosten", so Olaf Löchte.
Die individuellen, vorgefertigten Wände wurden just-in-time als Paket angeliefert und per Kran auf das jeweilige Stockwerk gezogen. Zwei Handwerker übernahmen die Verteilung auf der Etage, fixierten die Elemente und verlängerten die Leitungen in die darüberliegende Etage. „Für den Aufbau einer vorgefertigten Installationswand benötigten zwei Monteure nur anderthalb Stunden“, erklärt Daniel Kobold, für das Projekt zuständiger Key Account Manager von TECE. Er beziffert die Gesamtersparnis in diesem Projekt auf rund drei Monate gegenüber konventioneller Bauweise.
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Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Systemlösung lag im geprüften Brandschutz.
In den vorgefertigten Installationswänden waren die Dämm- und Brandschutzlösungen von ROCKWOOL bereits ab Werk integriert. Zusätzlich im Paket geliefert wurden die für die Anschlüsse nötigen Abschottungsmaterialien, wie die ROCKWOOL Brandschutzschale Conlit 150 U sowie Conlit Brandschutzmanschetten.
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Für die ausführende Installationsfirma war das eine Erleichterung. „Die gesamten Installationswände werden im Werk geprüft, TECE trägt für alles darin Verbaute die Gewährleistung. Lediglich die Etagenverbindungen sowie die Stichleitungen zu Küche und Waschbecken liegen in der Verantwortung des ausführenden Installationsbetriebes“, sagt Daniel Kobold. Eine klare Haftungsabgrenzung, die im Streitfall Orientierung schafft, Qualität verankert und im Projektalltag schlicht Sicherheit gibt.
Das Beispiel des Germania Campus räumt auch mit einem Vorurteil auf: Vorfertigung ist nicht gleichbedeutend mit Inflexibilität und Massenware. „Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall“, erklärt Olaf Löchte. „Vorfertigung heißt, dass wir für dieses Bauvorhaben eine individuelle Projektlösung erarbeiten und diese dann vorgefertigt liefern.“ Beim Germania Campus bildeten identische Grundrisse die Voraussetzung, aber die Lösung selbst wurde für genau dieses Projekt entwickelt, dynamisch abgestimmt auf Raummaße, Installationsführung und Bauablauf.
Die vorgefertigten Systemlösungen bleiben im fertigen Objekt vollständig unsichtbar, aber erleichtern den Baustellenalltag spürbar. Die Kooperation zwischen TECE und ROCKWOOL zeigt, dass praxisnahe Antworten auf die komplexen Herausforderungen der Baubranche möglich sind, wenn Produktkompetenz und Systemdenken von zwei erfahrenen Anbietern zusammenkommen.