Gladbeck / Niederkassel – Die Dächer der neuen Sport- und Mehrzweckhalle ebenso wie der Mensa des Schulzentrums Nord im rheinischen Niederkassel-Lülsdorf wurden begrünt und mit großen PV-Anlagen ausgerüstet. Für Brand- und Wärmeschutz sorgt eine mehrlagige, bis zu 420 mm starke Steinwolle-Dämmung auf einem Stahlleichtdach mit gelochten Trapezprofilen. Als oberste Dämmstofflage wählte die Wierig GmbH Dach und Fassade aus Siegburg die „Solarrock", eine hoch druckstabile Platte mit einer 4,0 mm starken, glasfaserverstärkten Zementbeschichtung, die für den Einsatz unter PV-Anlagen, Begrünungen, Wartungs-, Geh- und Fluchtwegen sowie für Dachflächen rund um haustechnische Anlagen ausgelegt ist.
Die Mehrzweckhalle ebenso wie die benachbarte Mensa erhielten unterschiedliche Dachkonstruktionen: Über dem Spielfeld wurde aus akustischen Gründen eine Tragschale aus gelochten Trapezprofilen gewählt, der Bereich der Umkleiden erhielt eine Betondecke. Der Speisesaal der Mensa erhielt ebenfalls eine Stahltrapezprofiltragschale, die umliegenden Bereiche eine Betontragschale. Auf allen Dächern wurde ein verklebter Dachaufbau mit einer 2-lagigen bituminösen Abdichtung verlegt.
Rund 2.500 m² groß ist das Gefälledach über der Mehrzweckhalle, noch einmal 1.550 m² das der Mensa – viel Platz für PV-Module. Diese werden mit einer extensiven Dachbegrünung kombiniert, für die rund 100 mm Granulat auf der Abdichtung ausgebracht wurden. Als Wärmedämmung wurde zunächst eine Lage der „Hardrock 038“ in einer Dicke von 100 mm bzw. als Stufendämmung von 120 mm mit dem streifenweise aufgebrachten Dämmstoffkleber „Rockpur Fix“ direkt auf der Dampfsperrbahn über den Trapezprofilen verklebt. Die „Hardrock 038“ ist eine hoch wärmedämmende Steinwolle-Dachdämmplatte in der Wärmeleitfähigkeit λ = 0,038 W/(m∙K). Aufgrund ihrer verdichteten, lastverteilenden Oberlage bietet sie eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchungen und kann so z. B. von Dachdeckern problemlos begangen werden.
Gefälledachplanung inklusive
Darüber schufen die Dachdecker gemäß dem von ROCKWOOL mitgelieferten Gefälledachplan das vorgeschriebene Gefälle zu den Entwässerungspunkten mit Hilfe der „Georock 038“ und der „Keprock“. Die einzelnen, zwischen 40 mm und 160 mm dicken Platten sind werkseitig mit 2 % Standardgefälle ausgestattet und auf Anfrage auch mit 1 und 3 % Gefälle erhältlich. Als dritte Dämmlage und Nutzschicht wurden in Niederkassel „Solarrock“ Dämmplatten in einer Dicke von 100 mm ebenfalls mit „Rockpur Fix“ direkt auf die Gefälledämmung „Georock 038“ geklebt. „Ein erstklassiger, sehr ergiebiger Dämmstoffkleber mit sehr guten Hafteigenschaften“, urteilt Bauleiter Sascha Franken. Sein Arbeitgeber, die Wierig GmbH Dach und Fassade, ist auf die Realisation von Flachdächern jeder Größe spezialisiert. Seit Jahrzehnten verarbeitet das Unternehmen regelmäßig Steinwolle Dämmungen von ROCKWOOL. „Entsprechend verarbeiten unsere Monteure die verschiedenen Dämmsysteme routiniert“, erklärt Franken. Die „Solarrock“ nennt der Bauleiter „eine sichere Bank“. Die hochbelastbare Dämmung sei nachweislich ideal für genutzte Dachflächen, z. B. Begrünungen, PV-Anlagen oder Terrassen.
Lastenträger
Ausgerüstet mit einer glasfaserverstärkten, hoch lastverteilenden Zementbeschichtung eignen sich „Solarrock“ Dämmplatten ideal für höher belastete Flachdächer. Sie verfügen über eine Druckspannung ≥ 80 kPa und eine Zugfestigkeit (Abreißfestigkeit) ≥ 15 kPa sowie Punktlast von ≥ 1800 N. Die maximal zulässige Flächenpressung durch Dauerlasten wird mit 600 kg/m² angegeben. Die Punktlasten der Tragkonstruktionen einer PV-Anlage werden von der „Solarrock“ gleichmäßig verteilt und sicher abgetragen.
Zug um Zug
Als ideal für den Bauablauf erwies sich die enge terminliche Abstimmung zwischen dem Flachdachspezialisten Wierig und seinem Dämmstoff-Partner. „Wir konnten auf der Baustelle nur begrenzt Material lagern und deshalb immer nur so viel Dämmstoff ordern, wie zeitnah verarbeitet wurde. ROCKWOOL hat sich darauf eingestellt und uns von Anfang bis Ende sehr zuverlässig mit den bestellten Mengen beliefert.“
„Echt begeistert“ haben Bauleiter Franken zwei Serviceleistungen der DEUTSCHEN ROCKWOOL: Die Paletten, auf denen die Dämmung angeliefert wurde, ebenso wie der in Big Bags gesammelte Steinwolle-Verschnitt wurden an der Baustelle abgeholt. „Damit sparen wir Zeit, die wir sonst für die Entsorgung bzw. den Rücktransport hätten aufwenden müssen. Gleichzeitig stellt ROCKWOOL zuverlässig sicher, dass Steinwolle-Reste sauber recycelt werden. Unternehmen und Kommunen, für die wir große Dächer erstellen, suchen solche Lösungen, um die Nachhaltigkeit ihrer Baumaßnahme zu steigern.“
Termintreu
Die Abholung ebenso wie die Anlieferung der Steinwolle erfolgten nach Anmeldung jeweils innerhalb von maximal drei Arbeitstagen. „Ich bin überzeugt davon, dass ein Verarbeiter, der das gründlich rechnet, immer zu dem Ergebnis kommt, dass es sich auch betriebswirtschaftlich lohnt, den Abholservice der DEUTSCHEN ROCKWOOL in Anspruch zu nehmen. Außerdem ist es natürlich topp, wenn Steinwolle und Holz einem ordentlichen Recycling bzw. einer Wiederverwendung zugeführt werden. Für eine Kommune als Auftraggeber ist das ein Schritt in die genau richtige Richtung. Es wird deponiepflichtiger Abfall vermieden.“
Bautafel:


