Gladbeck / Köln – Es ist kein Zufall, dass die Zahl von Schäden an Schrägdächern wächst, auf denen PV-Module installiert wurden. Nicht auf die Dachdeckung abgestimmte Befestigungen, ein geringes Bewusstsein für die statischen Auswirkungen auf die Dachkonstruktion und die Verschattungseffekte der Module können zu Feuchteschäden führen. Umfassende, fachgerechte Beratung bietet die DEUTSCHE ROCKWOOL gemeinsam mit Kooperationspartnern wie HECO Schrauben und K2 Systems. Auf der DACH+HOLZ in Köln machte ein Exponat die Ausführung einer sicheren Schrägdachkonstruktion mit aufgeständerten PV-Modulen sichtbar.
Ein Schrägdach trägt heute neben seiner Dämmung und Deckung in vielen Fällen auch PV-Module. Deren Ständerkonstruktionen und Dachhaken müssen genau auf die vorgesehenen Dacheindeckungen abgestimmt werden, um Beschädigungen der Eindeckung und eine Durchfeuchtung der Dachkonstruktion zuverlässig zu vermeiden. Für statische Sicherheit in der Gesamtkonstruktion sorgen zusätzliche Schubschrauben, die Konterlattung und Dämmung durchdringen und bis in den Sparren geschraubt werden. Nur in dieser Weise stabilisierte Dachkonstruktionen sind in der Lage, das zusätzliche Gewicht von PV-Modulen und vor allem die zusätzlichen auskragenden Lasten der Module abzutragen, die durch Wind- und Schneelasten noch erhöht werden können.
Guter Rat jederzeit
Die Technische Fachberatung der DEUTSCHEN ROCKWOOL berät Dachdecker objektbezogen zur Ausführung eines Schrägdachs mit Steinwolle-Dämmung und PV-Systemen. Im Falle von Aufdachsystemen geht es dabei sowohl um die notwendigen Befestigungslösungen als auch um die Dämmstoffdickenprüfung angesichts der zu erwartenden Verschattung. „PV-Module können das Abtrocknen von Feuchte aus der Dachkonstruktion verlangsamen“, erklärt Dipl.-Ing. Matthias Becker, Produktmanager der DEUTSCHEN ROCKWOOL. „Entsprechend müssen selbst vielfach bewährte Standardlösungen mit den üblichen Dämmdicken neu betrachtet werden. Ergibt sich aus den Berechnungen, dass ein Aufbau feuchtetechnisch im Grenzbereich angesiedelt ist, empfehlen wir alternative Lösungen, bei denen Dämmstoff und Dichtfolien für mehr Reserven zum Schutz der konstruktiven Holzbauteile sorgen.“
Steinwolle für erhöhten Brandschutz
Feuerwehren berichten von neuen Herausforderungen, die Dächer mit PV-Anlagen mit sich bringen: Brände breiten sich durch den sogenannten Kamineffekt unter Solarpaneelen schnell aus. Gleichzeitig läuft Löschwasser von den Paneelen ab und erreicht den eigentlichen Brandherd nur zeitlich verzögert. Nichtbrennbare Dacheindeckungen und Dämmstoffe helfen in diesen Fällen dabei, den Dachstuhl länger vor Hitze und Schäden zu schützen. „Dachdecker und Architekten sollten ihre Kunden über diese Option für einen verbesserten Brandschutz aufklären“, ist Becker überzeugt.
ROCKWOOL empfiehlt für die Aufsparrendämmung unter PV-Modulen druckstabile „Masterrock“ Dämmplatten. Die „Masterrock 035“ wird kaschiert oder unkaschiert bis zu einer Dicke von im Bedarfsfall 240 mm angeboten, die besonders druckfeste „Masterrock 036“ kaschiert und unkaschiert bis 180 mm. Kompakte Informationen zur Aufsparrendämmung auf Schrägdächern mit und ohne PV-Anlagen bündelt die jüngst erweiterte Broschüre „Meisterdach“: www.rockwool.de/broschuere-aufsparrendaemmung