Das Rockflow Wasserspeicher- und Versickerungssystem wird unter den Wohnstraßen als Regenwasserablauf verlegt. Auftraggeberin ist die Gemeinde Maasgouw (Limburg, Niederlande). Die Gemeinde hatte zuvor bereits mit viel Erfolg Rockflow Speicher unter Spielplätzen und Parkplätzen verlegt. Der Regenwasserablauf hat eine Gesamtlänge von fast drei Kilometern. Regenwasser von Dächern und Straßen wird über Ablaufrohre und Regenrinnen in die unterirdischen Wasserspeicher aus Rockflow-Elementen geleitet. Mit einer Absorptionskapazität von bis zu 95 % speichern die Steinwollelemente das Wasser schnell und lassen es schrittweise innerhalb von 24 Stunden in den Boden versickern. Rockflow sorgt dafür, dass das Regenwasser nicht mehr in die Abwasserkanäle gelangt, wodurch eine Überflutung bei Starkregenereignissen verhindert wird.

Mit Rockflow entscheidet sich die Gemeinde Maasgouw für ein effektiveres Wasserspeicher- und Versickerungssystem, als es Kies- oder Lavaboxen und Kastensysteme bieten. Das innovative System speichert doppelt so viel Wasser wie Lava und/oder Kies. Darüber hinaus wird die Versickerung beschleunigt, da die untere Fläche des Speichers für die Versickerung des Wassers zur Verfügung steht. „Steinwolle hat eine so hohe Dichte (Porengröße unter 40 µm), dass Sandkörner nicht in das System eindringen können“, erklärt Lowie Eijkelhardt, Projektleiter Bauingenieurwesen bei der Gemeinde Maasgouw. „Die hohe Absorptionskapazität von Rockflow sorgt auch dafür, dass weniger Material erforderlich ist, um das angestrebte Zwischenspeichervolumen zu erreichen. Im Vergleich zu Lavaboxen ist dies ein Faktor von über 2. Mit Rockflow muss weniger als die Hälfte Erde ausgehoben werden.“

Neue Versickerungssysteme

Die Gemeinde Maasgouw nimmt in Limburg eine proaktive Rolle bei der Entsorgung von Regenwasser ein. Das Regenwasser wird nicht länger über Abwasserleitungen zur Kläranlage befördert, sondern infiltriert durch Sickerelemente in den Boden. Dies hat zwei Vorteile: Die Abwasseraufbereitungsanlagen arbeiten besser, wenn das zu verarbeitende Abwasser weniger durch Regenwasser verdünnt ist, und die Versickerung verbessert den Wasserhaushalt und wirkt der Grundwasserabsenkung entgegen. Die Gemeinde hat die alten Abwasserabläufe ersetzt und verlegt seit 2008 neue Versickerungssysteme, wobei man zunehmend auf Rockflow vertraut. „Darüber hinaus hat Rockflow eine hohe Tragfähigkeit, was dazu führt, dass eine Abdeckung mit einer Tiefe von nur 35 Zentimetern ausreicht“, erklärt Rob Driessen, Business Developer bei Rockflow. "Dadurch kann das System sehr nah an der Straßenoberfläche installiert werden und ist damit eines der wenigen Systeme, das für Standorte mit hohem Grundwasserspiegel geeignet ist. Rockflow ist auch ein umweltfreundliches System. „Steinwolle wird aus vulkanischem Basalt hergestellt – einem Naturmaterial, das vollständig recycelbar ist.“

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Das Rockflow-Design

BLM Wegenbouw aus Wessem hat Mitte des Jahres mit der Verlegung von Rockflow begonnen. Das Ingenieurbüro Ducot Engineering & Advies aus Herten erstellte das Rockflow-Design und verfasste die Spezifikationen im Namen der Gemeinde. Ein 1 Meter hoher und 1,20 bis 1,50 Meter breiter Streifen Rockflow wird in einer ausgehobenen Trasse verlegt. Das Gesamtvolumen für alle Straßen beträgt rund 2.500 Kubikmeter. Auf die Rockflow-Blöcke werden 50 bis 70 Zentimeter Füllsand, eine 30 cm dicke Grundlage aus gemischtem Granulat, 5 Zentimeter Straßensand und schließlich eine harte Oberfläche aus Betonsteinen aufgebracht. Das Regenwasser von den Vorderseiten der Dächer und den Straßen wird über Ablaufrohre, Ablaufrinnen und unterirdische Rohrleitungen in die Steinwollblöcke geleitet. Die Blöcke füllen sich vom Boden her auf. Driessen: „Ein Steinwollblock von 1 m3, der mit Zuflusskanälen ausgestattet ist, füllt sich in zehn Minuten mit Wasser, was sechs Mal schneller ist als die Norm bei diesem Projekt.“ Das Wasser wird dann in maximal 24 Stunden abgeleitet. „Dies hängt vom Feuchtegrad des Bodens ab. Bei relativ trockenem Boden kann dies vier bis fünf Stunden dauern. Bei einer vollständigen Sättigung ist keine Versickerung mehr möglich. Das Wasser wird dann über vier Abläufe in die Maas abgeleitet.“ 

Tragfähigkeit von Rockflow

Rockflow war von der Planung bis zur Umsetzung am Projekt beteiligt. Driessen: „Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht, das System im Voraus zu erklären. Es gab einige Fragen, insbesondere was die Tragfähigkeit betrifft. Kunden, Beratungsbüros und Baufirmen erwarten in der Regel nicht, dass Rockflow sehr fest ist, weil es ein leichtes, poröses Material ist. Um sie zu überzeugen, zeigten wir ihnen unseren Teststandort. Vor einem Jahr haben wir Rockflow in verschiedenen Elementstärken in unserem eigenen Industriegebiet installiert. Jeden Tag fahren 60 bis 120 Lkw über die Testfläche. In dieser Zeit hat sich kein Element auch nur um einen Millimeter gesenkt.

Das sagt alles.“ Jean-Philippe Janssens, leitender Wasserbauberater bei Ducot Engineering & Advies, bestätigt diese Aussage: „Zu der Zeit, als das System ausgelegt wurde, lief dieser Test noch. Um ganz sicher zu sein, dass sich die Rockflow-Elemente nicht senken, verlegten wir nicht ein Steinwollblock, sondern zwei schmalere. Rückblickend erscheint dies als nicht notwendig. Das Format ist inzwischen auf einen einzelnen Streifen mit der Breite von 1,20 bis 1,50 Meter angepasst worden.“

Bis Ende 2019 werden die Straßen im alten Teil von Maasbracht mit Rockflow ausgestattet. Lowie Eijkelhardt ist bislang sehr zufrieden mit dem System und schließt die Umgestaltung von anderen Straßen in Maasgouw mit dem innovativen Wassermanagementsystem nicht aus. „Ich möchte Rockflow nicht auf ein Podest heben, aber ich bin ein echter Fan von dem Produkt.“

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